Abriss zur geschichtlichen Entwicklung

In einer Urkunde über einen freien Hof des Nachbarortes Selchow wird Streganz 1321 erstmals erwähnt. Dies geschah im Zusammenhang mit der Gemarkungsgrenze des freien Hofes. Streganz wurde von den Siedlern als Runddorf um die Dorfaue angelegt. Die Herkunft der ersten Siedler ist nicht eindeutig festgestellt, z. Zt. gibt es keine aussagefähigen Bodenfunde.

Ab 1514 gibt es umfangreiche Unterlagen über das Dorf und das Rittergut. Fritz und Heinrich Queiß zu Blossin waren in dieser Zeit die Besitzer des Rittergutes Streganz, ohne jedoch in Streganz zu wohnen. Sie ließen die Flächen von Hufnern – Bauern – Kossäten – Halbbauern bewirtschaften. Diese mußten Abgaben an die Gutsherren entrichten. Die übrigen Flächen des Dorfes und der Gemarkung von Streganz gehörten der Herrschaft von Beeskow – Storkow und waren dahin abgabepflichtig.

Ab 1600 waren die Wins zu Klein Eichholz 145 Jahre lang Besitzer des Rittergutes Streganz. In der Zeit wütete der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 und mehrmals die Pest. Streganz traf es dabei besonders hart, 1640 war es „wüst“ und unbewohnt. Es hat Jahrzehnte gedauert bis das Dorf wieder besiedelt wurde. 1675 lebten 27 Bewohner und 1690 34 Bewohner in Streganz. Die Besitzer des Rittergutes Streganz wechselten in kurzen Abständen ab 1756. Es muss zeitweise als Spekulationsobjekt gedient haben. So war z. Bsp. ein Musikdirektor aus Berlin Besitzer. Ursächlich sind wohl die armen Böden der Gemarkung von Streganz für die schnellen Wechsel der Besitzer verantwortlich. Viele erfahrene Landwirte versuchten mit modernen Methoden ihre Familien zu ernähren, scheiterten aber aufgrund fehlender bzw. nicht ausreichender Erträge.

Das Rittergut Streganz und das um 1850 davon abgetrennte Gut Streganzberg ist im Zuge der Bodenreform 1947 aufgeteilt worden.

Das Gut Streganzberg war bis dahin ein Vorwerk des Rittergutes Streganz und befindet sich am Weg zwischen Streganz und Prieros.

Im Gegensatz zum häufigen Wechsel des Rittergutes Streganz ist der Lehnschulzenhof Streganz – Dorfaue 20 – nachweislich seit 1688 in Besitz einer Familie gewesen. Die Familie Treue bewohnte den Hof bis 1945. Der Lehnschulze hat den nicht zum Rittergut Streganz gehörenden Teil des Dorfes für das Amt Storkow verwaltet.

Die in der Dorfaue befindliche Eiche hat einen Umfang von ca. 5,50 m (gemessen 2005) und ist vermutlich 260 Jahre alt.

Von vielen der Höfe in der Dorfaue und den Höfen am Gutssee ist die Geschichte erforscht. Die ältesten z.Zt. bekannten Aufzeichnungen beginnen 1796.

Vom Forsthaus Streganz, am Weg zwischen Streganz und Prieros, gibt es Aufzeichnungen ab 1800.

Über die Streganzer Pechhütte an der Dahme gibt es Unterlagen von 1705 bis 1864.

In der Zeit von 1840 bis 1943 wurde in der Streganzer Ziegelei gearbeitet, darüber gibt es ebenfalls viele Informationen in Bild und Text.

Zu heutigen Streganz gehören weiter die Besiedlungen Klein Eichholz, Klein Eichholz – Kolonie, Pläns, Ziestsee, Streganzberg, Streganz – Pechhütte und Streganz – Ziegelei.

 

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